Vor ein paar Wochen habe ich Euch schon von der Weinversteigererung im
Elysée Palastes erzählt, zum ersten Mal in der Geschichte Frankreichs wird ein
Zehntel des Weines versteigert. Im Jahre 1947 wurde der Weinkeller des Elysée
Palastes erstellt und nun wurde ein Teil davon zur Versteigerung am 30. Und 31.
Mai freigegeben. Die 1200 Weine wurden wie warme Semmel verkauft und haben
sogar mehr als die Erwartungen in die Kasse eingebracht, über 250.000€!
Nachdem die vornehmenden Hindernissden hinter sich gelassen worden waren,
konnte man Weinflaschen von Petrus zwischen 1.990€ und 2.200€ pro Flasche ergattern, man konnte jedoch auch ein paar „billigere“
Weinflasche kaufen, wie zum Beispiel aus dem Elsass oder vom Rhône, diese sind
ab 100€ verkauft worden. Einige Experten fanden auch diese Verkaufspreise
völlig unverhältnismäßig und weit unter ihrem tatsächlichen Wert. Die
anwesenden Personen waren eher auf der Suche nach einem Wein mit einem „Elysée“
Etikett, und nicht nach einem großen Jahrgangswein. Geschäftsleute sind eher
gekommen um tolle Weinflaschen für Ihre Kunden als Prestige Geschenke zu
finden.
Man konnte jedoch grosse Grand Crus Weine aus dem Burgund, Mersault,
Corton, Chablis oder aus Puligny dort entdecken, aber auch Rotweine wie
Romanée-Conti Échézeaux oder der aussergewöhnliche Romanée aus dem Jahr 1985 wurden gesichtet. In
Massen waren natürlich auch Bordeaux, wie Petrus, St-Emilion oder Pomerol
vertreten, auch sehr hervorragende Weissweine wurden versteigert.
Mit diesem Erlös werden nun etwas preiswertere Weine für den Elysée
Weinkeller gekauft, und der Rest fließt in die Staatskasse. Ob das nun wirklich
Frankreich helfen wird aus der Wirtschaftskrise rauszukommen ist immer noch
fraglich, mal sehen was die Zukunft Frankreichs mit sich bringt.
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