Egal ob
Rot-, Rosé-, Weiss-, oder Schaumwein, sie alle sind eine sehr wertvolle und
empfindliche Flüssigkeit. Schon oft habe ich gemerkt, dass der Wein, den ich
beim Händler gekauft hatte, nicht mehr dieselben Aromen hatte, als ich ihn zu
Hause erst einmal geöffnet hatte. Aber woran liegt das? Etwa an der anderen
Atmosphäre im Ladenatelier des Weinhändlers oder hat die Lagerung des Weines im
Kofferraum auf der Heimfahrt tatsächlich den Geschmack verändert?
Nach
Angaben eines Interviews der Ladenkette „Eurocave“, spielen Vibrationen eine
wichtige Rolle bei der negativen Geschmacksveränderung von Wein und sollten
deshalb unter allen Umständen vermieden werden. Genau aus diesem Grund müssen
sich Weinhändler an strenge Richtlinien zur Lagerung von Wein halten und müssen
unter anderem auch die Auflage eines Anti-Vibrations-Systems erfüllen. Sie
müssen also Sorge dafür tragen, dass alle Elemente, die eventuelle Vibrationen
verursachen könnten, niemals in die Nähe des kostbaren Weines gelangen. Geräte
wie Kompressoren befinden sich also weit abgeschnitten von den Weinschränken
und meist sind die Weine zum zusätzlichen Schutz noch in speziellen
Flaschenhaltern gelagert.
All diese
Vorsichtsmassnahmen bieten dem Wein ein weitgehend stabiles Umfeld und
garantieren einen reibungslosen Reifeprozess. Doch wo soll man seinen Wein kaufen? Eigentlich ist es das Beste, ihn direkt beim Kellermeister zu besorgen, ihn so kurz wie möglich zu transportieren
und ihn vor allem nicht lange zu Hause aufzubewahren. Wenn sie jedoch ein
leidenschaftlicher Wein-Sammler sind und ihren gut bestückten Weinkeller nicht
aufgeben wollen, wäre es wohl die sinnvollste Lösung, sich auch zu Hause ein
Anti-Vibrations-System anzuschaffen.

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